Next Level psychiatrische Pflege: Wissen, Wandel, Zukunft
- vor 7 Tagen
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Ein Beitrag von Prof. Dr. Ruth Anna Weber
Der 4. Fachtag Psychiatrische Pflege am 17.06. am Universitätsklinikum Frankfurt/M. hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig, praxisnah und wissenschaftlich anschlussfähig psychiatrische Pflege heute gedacht und weiterentwickelt werden kann.
Das Programm verband strategische, bildungsbezogene und therapeutische Perspektiven: von Bildung als strategischem Werkzeug für eine psychiatrische Pflege auf Augenhöhe, bis hin zu erlebnistherapeutischen Ansätzen im Wandel der Zeit – etwa therapeutisches Klettern, Wandern und erlebnisorientiertes Lernen.
Besonders gefreut hat mich der Poster Walk der Studierenden des Bachelorstudiengangs Pflege- und Gesundheitswissenschaften, Schwerpunkt APN mit Vertiefung Psychiatrie an der Steinbeis Hochschule. Die Studierenden haben zusätzlich zur Verschriftlichung ihrer Bachelor-Thesis wissenschaftliche Poster erstellt und ihren Forschungsarbeiten damit ein sichtbares, diskussionsfähiges Format gegeben.
Die Poster machten deutlich, welche Themen psychiatrische Pflege aktuell bewegen: Akzeptanz und Nutzungsbereitschaft digitaler Systeme, Kultursensible Pflege, therapeutisches Boxen und multiprofessionelle Zusammenarbeit auf einer forensischen Aufnahmestation. Die starke Resonanz im Austausch zeigte, dass diese Arbeiten nicht nur studentische Prüfungsleistungen sind, sondern fachliche Impulse für Praxis, Wissenschaft und Organisationsentwicklung geben können.
Für Studieninteressierte wurde sichtbar, wie ein Studium der Pflege- und Gesundheitswissenschaften dazu beitragen kann, eigene Praxiserfahrungen wissenschaftlich zu reflektieren und in konkrete Entwicklungsfragen zu überführen. Für die psychiatrische Pflegepraxis wurde deutlich, wie wertvoll akademisch qualifizierte Pflegefachpersonen sein können, wenn sie ihre Themen forschend, strukturiert und transferorientiert bearbeiten. Und für Pflegedirektionen eröffnet sich hier ein wichtiger Blick auf Nachwuchskräfte, die Versorgung nicht nur mitgestalten, sondern auch begründen, evaluieren und weiterentwickeln wollen.
Mein Dank gilt den Veranstaltern für die Einladung und die gelungene Ausrichtung dieses Fachtags. Ebenso danke ich den Studierenden für ihr Engagement, ihre Themenstärke und den Mut, ihre Arbeiten in den fachlichen Diskurs einzubringen.
Ich freue mich auf das nächste Jahr – hoffentlich mit vielen weiteren Beiträgen von Studierenden, unter anderem aus den Einrichtungen des Vitos Konzerns, die zeigen, wie viel fachliche Entwicklungskraft in der psychiatrischen Pflege liegt.













