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Broschüre zum Studium

Sind Sie noch unentschlossen, welcher Abschluss der Richtige ist? Unsere Broschüre gibt Ihnen eine erste Orientierung bei der Studiengangswahl.

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Akademisierung in der Altenpflege – Arbeit mit Herz und Verstand Stipendiatin des Steinbeis-Transfer-Instituts Marburg Anna Katharina Krebs berichtet von ihrem ausbildungsintegrierten Studium

Stolz führt uns Anna Katharina Krebs über ihre Station, zeigt uns den Gemeinschaftsraum und den Teambesprechungsraum und begrüßt herzlich die bereits am Mittagstisch sitzenden Bewohner. Dann nimmt sie die Hand einer Bewohnerin und unterhält sich kurz mit ihr, beide lachen. Frau Krebs ist Auszubildende zur Altenpflegerin im Limburger Alten- und Pflegeheim Wichernstift im dritten Ausbildungsjahr. An der staatlich anerkannten Altenpflegeschule Bildungszentrum für Gesundheits- und Sozialberufe (BZfGS) durchläuft sie die theoretischen Anteile ihrer Ausbildung. Seit November 2018 studiert Frau Krebs am Steinbeis-Transfer-Institut Marburg (STI Marburg) den Studiengang Bachelor of Arts Social Management – Healthcare Services, Vertiefungsschwerpunkt Advanced Nursing Practice (ANP). Aufgrund ihrer Begeisterung und Motivation für Beruf und Studium, aufgrund ihrer bisherigen Entwicklungsschritte im Verlauf der Ausbildung und aufgrund ihrer Leistungen hat sie sowohl Herrn Michael Leifeld, Einrichtungsleitung des Wichernstifts, Frau Schmalz, Pflegedienstleitung, Frau Ilona Keil und Frau Dr. Hiltrud Kleinschmidt vom BZfGS sowie Frau Marie-Luise Koch, Institutsdirektorin des STI Marburg, davon überzeugt, eine Förderung ihres Studiums in Form eines STI-Marburg-Stipendiums zu erhalten, worauf Frau Krebs und ihr Arbeitgeber sehr stolz sind.

Das STI-Marburg-Stipendium wird an besonders begabte und motivierte Studierende vergeben und soll Chancen zum Studium ermöglichen. Das Stipendium gilt für die Dauer des Studiums und umfasst die Übernahme der gesamten Studiengebühren, inklusive Immatrikulationsgebühr durch das STI Marburg.

Frau Krebs ist in elf Jahren Stipendiumsvergabe die zweite Studierende aus dem Altenpflegebereich, die zur Förderung ausgewählt wurde. Auch gesellschaftliches und soziales Engagement spielen bei der Auswahl der Stipendiaten eine wichtige Rolle. „Das ist eine große Ehre für mich“, sagt Frau Krebs. Das Zutrauen in ihre Fähigkeiten, die Unterstützung, die sie durch ihren Arbeitgeber, das Team der Altenpflegeschule und nicht zuletzt durch das Team des STI Marburg erhält, motivieren sie sehr. Frau Krebs hat schon früh gemerkt, dass sie Freude daran hat, Zeit mit älteren Menschen zu verbringen und schnell einen guten Zugang zu ihnen findet. In einem Schulpraktikum, das sie bereits am Wichernstift absolviert hat, wurde sie darin bestätigt, nach dem Abitur im sozialen Bereich zu arbeiten. Schnell kristallisierte sich für sie heraus, dass die Altenpflege genau das richtige Arbeitsfeld für sie ist. Kraft für ihre tägliche Arbeit zieht sie aus der direkten Interaktion mit den Bewohnern. „Ich kann Unterstützung geben und erfahre dadurch Dankbarkeit von den Menschen, manchmal einfach nur dafür, dass man da ist und Zeit schenkt.“, berichtet sie. Die Freude, die spürbar und sichtbar wird durch ein Lächeln, durch ein liebes Wort, durch gemeinsame Erfolge im Großen und im Kleinen, motivieren sie immer wieder aufs Neue. In ihrer Ausbildung kann sie das theoretische Wissen in der Praxis anwenden, lernt täglich Neues dazu und erhält dabei immer wieder Unterstützung durch bereits examinierte Fachkräfte. Das offene und hilfsbereite kollegiale Miteinander schätzt sie besonders.

Frau Krebs war sich schon sehr früh im Klaren darüber, dass sie nach ihrer Ausbildung studieren möchte. Nun konnte sie schon neben der Ausbildung ihr Studium beginnen, was sie umso mehr freut. Den ANP-Studiengang beschreibt sie als vielseitigen und einzigartigen Studiengang, das berufs- und ausbildungsintegrierte Studieren ermöglicht ihr die ideale Verknüpfung zwischen theoretischen, praktischen und wissenschaftlichen Aspekten ihrer beruflichen Entwicklung. Das Stipendium, so sagt sie, war schließlich ausschlaggebend für die Entscheidung am STI Marburg zu studieren. Frau Krebs ist sich sicher, durch das Studium und das erworbene Fachwissen die Pflegepraxis für die Patienten aktiver mitgestalten zu können. In ihrem Praxisforschungsprojekt möchte sie sich mit dem Thema der besseren Vereinbarkeit zwischen pflegerischer Ablaufoptimierung und der stärkeren Berücksichtigung von individuellen Patientenbedürfnissen beschäftigen. Das Aufbrechen bisheriger Strukturen und das bessere Reagieren auf die individuellen Bedürfnisse der Bewohner liegt dabei im Fokus ihres Erkenntnisinteresses. Frau Krebs ist sich ihrer Rolle als Botschafterin für den Altenpflegeberuf und die in der Pflege noch nicht flächendeckend verbreitete Akademisierung bewusst. Sie ist sehr dankbar für die Möglichkeiten, die sie durch das STI-Marburg-Stipendium erhalten hat und möchte ihren Beitrag leisten, damit Altenpflege in unserer Gesellschaft wieder stärker als attraktives Berufsbild gesehen wird.

Um das Berufsbild Pflege und damit die Zukunft unserer älter werdenden Gesellschaft auf einen guten Weg zu bringen, braucht es mehr Menschen wie Frau Krebs, die mit Herzblut und Engagement ihrer Arbeit nachgehen, ihre Stimme erheben, wissenshungrig sind, ihren Beruf als Profession ansehen und sich tagtäglich für eine Veränderung der aktuellen Gegebenheiten stark machen. In der Pflege wird viel bewegt, nicht zuletzt durch die kontinuierliche Verzahnung von Theorie und Praxis und durch die lebendige Verquickung von Herz und Verstand.