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Broschüre zum Studium

Sind Sie noch unentschlossen, welcher Abschluss der Richtige ist? Unsere Broschüre gibt Ihnen eine erste Orientierung bei der Studiengangswahl.

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Walisisch für Fortgeschrittene - Die beiden Studiengruppen des Bachelor of Arts Business Administration auf Studienreise in Wales

Goethe sagte einst „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“ (Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)). Diesem Motto und den Vorgaben der Studien- und Prüfungsordnung folgend starteten die Studierenden des Bachelor of Arts in Business Administration mit den Vertiefungen Eco und Social am 15. Oktober 2018 ihre gemeinsame Studienreise nach Wales. Um die eigenen Kenntnisse in Kontext zu internationalen Standards der Hochschulbildung und zur dortigen Arbeitswelt setzen zu können, erhielt die Studiengruppe durch das Programm der Studienreise gute Einblicke in Arbeitsfelder, Bildungsmöglichkeiten und kulturelle Besonderheiten des Zielreiselandes.

Vom malerischen Seebad Llandudno aus steuerte die Studiengruppe an ihrem ersten Tag das Llandrillo College (Rhos-on-Sea) an. Sie erhielten in mehreren Vorträgen und einem Rundgang über den Campus Einblicke in das britische College- und Hochschulsystem, lernten den Unterschied zwischen higher education und further education institutions kennen und erfuhren etwas über Studien-, Fort- und Weiterbildungsangebote des Colleges. Das Llandrillo College bietet neben den klassischen further educations auch die gewöhnlich nur an Universitäten vorzufindenden higher education courses an, die in Voll- oder Teilzeit von den Lernenden absolviert werden können. Hier arbeitet das College sehr eng mit den umliegenden Universitäten zusammen, um die notwendigen Qualitätsstandards zu erfüllen und anerkannte Abschlüsse vergeben zu können. Auch berufstätige Studierende stellen damit eine wichtige Zielgruppe für das Llandrillo College dar. Es gab ausreichend Zeit für Austausch und Fragen.

Am zweiten Tag besichtige die Gruppe die School of Medical Sciences der Bangor University und das Ysbyty Gwynedd Hospital. An der Bangor University erhielten die Studierenden umfassende Einblicke in die Hochschulstrukturen und in die Geschichte der Universität. Es gab ausreichend Gelegenheiten zum Austausch mit den Guides vor Ort. Eine Führung über das Gelände und durch einige der Räumlichkeiten und Forschungszentren der Uni rundete den Besuch ab. Im Krankenhaus lernten sie Besonderheiten des britischen Gesundheitssystems kennen und konnten in einer Frage-Antwort-Runde viel Neues von dem Anästhesiearzt Herr Eickmann erfahren, der sich an diesem Tag Zeit für die Gruppe nahm. Herr Eickmann kommt gebürtig aus Deutschland und hat viele Jahre am heutigen Universitätsklinikum Marburg-Gießen gearbeitet. Vor rund 30 Jahren zog er nach Wales. Gemeinsam mit den Studierenden zeigte er viele Aspekte und Unterschiede zum deutschen Gesundheitswesen auf, führte die Gruppe durch das Krankenhaus und beantwortete alle Fragen der interessierten Zuhörerschaft.

Zusammen mit den beiden academic directors der Sprachschule Rhyl e-cool school Diana und Geoffry Skeats erfuhren die Studierenden am dritten Tag eine interessante Mischung aus Geschichte, Kultur und Industrie von Wales und lernten etwas darüber, wie Legenden und historische Ereignisse das Land bis heute prägen und beeinflussen. Den ersten Stopp machte die Gruppe an einem großen Wasserfall, den swallow falls (rhaeadr ewynnol), in Betws-y-Coed. Die nächste Station war das Dolgarrog Dam Memorial, im schönen Conwy Valley gelegen. Es handelt sich um ein Denkmal, welches an ein Unglück aus den 20er Jahren erinnert. Viele Menschen kamen in Folge eines Staudamm-Bruchs ums Leben. Dieses Unglück führte u.a. zu einer Überarbeitung der Bauweise von Staudämmen. Im Anschluss daran besichtigten sie Surf Snowdonia, ein künstlich angelegtes Surf-Wellenbecken, welches von Surfexperten und -anfängern aus der ganzen Welt besucht wird. Die Region hat das Trauma der aus dem Staudammbruch entstandenen Flutwelle überwunden und eine Attraktion geschaffen, die diese nicht in Vergessenheit geraten lässt, die Region wieder aufwertet und neue Arbeitsplätze geschaffen hat.

Ein weiterer Halt auf der Reiseroute war das Ugly House (Tŷ Hyll), ein altes Cottage, um das sich viele Mythen und Legenden ranken.  Nicht zuletzt ist unklar, wann und durch wen das Haus erbaut wurde und woher es seinen Namen erhalten hat. Eine Legende besagt, dass es von Dieben und Räubern erbaut wurde und aufgrund seiner Lage an einer zentralen Straße genutzt wurde, um Reisende auszurauben und das Raubgut dort zu verstecken. Heute befindet sich darin ein kleines Café, das nicht nur zur tea time einen Besuch wert ist, und ein kleines Museum über dort heimische Honigbienen.

Nach der Fahrt durch den schönen Snowdonia Nationalpark und um zahlreiche Erinnerungsfotos reicher, war das nächste Ziel der Studiengruppe das malerische Bergdorf Beddgelert (übersetzt „Gelerts Grab“). Der Ort erhielt seinen Namen durch eine Sage, die auf tragische Weise verdeutlicht, warum voreilige Schlüsse selten ratsam sind (Lesen Sie unter dem folgenden Link selbst die tragische Legende um Gelerts Tod: http://www.landoflegends.wales/location/gelerts-grave-beddgelert;  http://www.mystisches-england.de/mystisches-wales/nordwales/beddgelert.html).

Zur Kultur und Geschichte des Landes zählen außerdem die zahlreichen Burgen und Schlösser, die King Edward I. in Wales hat bauen lassen. Die Studiengruppe besichtigte an diesem Tag zwei der über 600 walisischen Burgen, Harlech Castle und Caernarfon Castle.

Am vierten Tag folgten weitere Sehenswürdigkeiten, die das Verständnis für das Land und seine Kultur bei den Studierenden weiter anwachsen ließ. Es folgte die Besichtigung der beiden Burgen Conwy und Beaumaris Castle und des Nationalen Schiefermuseums, welches einen weiteren und in der Vergangenheit des Landes sehr wichtigen Industriezweig darstellte.

Die Studierenden haben in dieser Woche viel über die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Besonderheiten von Wales erhalten und sind als Studiengruppe näher zusammengewachsen.